Die kooperative Gesamtschule im Kreis Kassel setzt konsequent und engagiert auf KI-Kompetenz, MINT-Förderung und Berufsorientierung.
Die Freiherr-vom-Stein-Schule in Immenhausen im Landkreis Kassel erhält den Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung. Die Auszeichnung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände würdigt die kooperative Gesamtschule für ihre umfassende KI-Strategie, die künstliche Intelligenz als festen Bestandteil von Schul- und Unterrichtsentwicklung versteht.
Bildungsminister Armin Schwarz gratuliert der Schulgemeinde zu dieser Auszeichnung: „Die Freiherr-vom-Stein-Schule zeigt, wie Schule im Zeitalter der künstlichen Intelligenz gelingen kann: mutig, mit klarem pädagogischem Kompass und mit dem Anspruch, alle Schülerinnen und Schüler mitzunehmen. Hier wird KI nicht als Abkürzung verstanden, sondern als Werkzeug, mit dem junge Menschen lernen, gute Fragen zu stellen, Ergebnisse kritisch zu prüfen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Solche Kompetenzen brauchen unsere Kinder für eine Arbeitswelt, die sich rasant verändert. Mein herzlicher Glückwunsch gilt dem Team und allen Schülerinnen und Schülern, die diesen Weg mit Neugier und Engagement gehen. Das passt zu unseren vielen neuen Vorhaben an hessischen Schulen zur Förderung von Zukunftskompetenzen der Schülerinnen und Schüler.“
Schulleiterin Dr. Tina Hoffmann-Deist: "Ich freue mich sehr, dass die kontinuierliche Arbeit der Lehrkräfte der Freiherr-vom-Stein-Schule im Bereich des digitalgestützten Lernens auch von Institutionen wie der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände wertgeschätzt wird. Das Lernen mit KI hat für uns einen besonderen Stellenwert und wird von Tag zu Tag wichtiger, um Kinder und Jugendliche auf ihre persönliche und berufliche Zukunft vorzubereiten."
Hessen wird vom nächsten Schuljahr an schrittweise das Pflichtfach „KI und Digitale Welt“ an den weiterführenden Schulen einführen – beginnend in allen fünften Klassen. Damit ist das Land bundesweit Vorreiter.
KI-Führerschein für alle
Alle Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule starten mit dem „KI-Führerschein“. Dabei erwerben sie Grundlagenwissen zu künstlicher Intelligenz, Prompting (Eingabe in KI-System), Quellenkritik, Datenschutz, Deepfakes (manipulierte Medieninhalte) und ethischen Fragen. Die Kompetenzen werden anschließend in den Fächern vertieft und angewendet. Darüber hinaus gibt es eine KI-Sprechstunde sowie einen eigenen KI-Podcast. Auch der Umgang mit sozialen Medien ist verbindlich Teil des Unterrichts.
Über die Schule
Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist eine kooperative Gesamtschule mit Gymnasial- und Mittelstufenschulzweig. Neben dem besonderen Fokus auf künstliche Intelligenz zeichnet sie sich auch durch ihr ausgeprägtes MINT-Konzept aus. Seit dem Schuljahr 2024/2025 bietet sie unter anderem den Schulversuch „Digitale Welt“ als Vorläufer des kommenden Fachs „KI und Digitale Welt“ an, ein eigenständiges Fach Naturwissenschaften gibt es bereits seit dem Schuljahr 2013/2014. Die MINT-Förderung richtet sich ausdrücklich an alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig vom Bildungsgang. Im September 2026 wurde die Schule als hessische MINT-freundliche Schule ausgezeichnet.