Erwachsene und Kinder stehen rund um einen Tisch an einem Hartplatz und halten Materialien für den Ballon in der Hand.

Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Schülerinnen und Schüler aus Mittelhessen erforschen die Stratosphäre

Das MINT-Forschungsprojekt des Schülerforschungszentrums Mittelhessen „SkyMi – Mittelhessen hebt ab!“ feiert den Start an acht Standorten.

Sieben selbst gebaute Wetterballone sind am heutigen Donnerstag im Rahmen des Landesjubiläums „80 Jahre Hessen“ in die Stratosphäre aufgestiegen – ein Standort soll an diesem Freitag mit einem weiteren Ballon folgen. Höhepunkt war der gemeinsame Start am Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg, wo Schülerinnen und Schüler mehrerer mittelhessischer Schulen ihr Forschungsprojekt „SkyMi – Mittelhessen hebt ab!“ nach monatelanger Vorbereitung zum Abschluss brachten. Getragen wird das MINT-Forschungsprojekt vom Schülerforschungszentrum Mittelhessen (SFM) in Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) sowie den Universitäten Gießen und Marburg.

Bildungsminister Armin Schwarz würdigte das Engagement der jungen Forscherinnen und Forscher: „Mittelhessen hebt ab – und unsere Schülerinnen und Schüler fliegen ganz vorne mit. Mit professionellen Wetterballon-Sets, Messboxen und GPS-Trackern haben sie eigene Forschungsfragen entwickelt und beantwortet. Ihr Forschergeist, ihre Innovationskraft und ihr Mut, neue Wege zu gehen, sind beeindruckend und zeigen: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen sitzen schon heute in unseren Klassenzimmern. Ich wünsche allen Teams weiterhin zündende Ideen und allzeit guten Flug für ihre Experimente.“

Schülerinnen und Schüler stehen auf einem Platz und halten einen großen Luftballon hoch.

Das Projekt „SkyMi – Mittelhessen hebt ab!“

Im Rahmen des Programms erhielten einige Schulen professionelle Wetterballon-Sets mit Messboxen, Kameras und GPS-Trackern. Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse entwickelten in Teams von jeweils rund 15 Personen eigenständige Forschungsfragen von atmosphärischen Messungen bis hin zu Stratosphären-Experimenten und bauten eigene Stratosphären-Wetterballone. Die wissenschaftliche Arbeit fand im Schülerlabor des Schülerforschungszentrums Mittelhessen sowie im „MINT-Space“ in Gießen statt, begleitet von Fachleuten der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der THM.

Die Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf plant, an diesem Freitag seinen Wetterballon vom Sportplatz aus in die Höhe zu bringen.

Beteiligte Schulen: Adolf-Reichwein-Schule (Neu-Anspach), Goldbachschule (Dillenburg-Frohnhausen), Johann-Textor-Schule (Haiger), Westerwaldschule (Driedorf), Landgraf-Ludwigs-Gymnasium (Gießen), Gesamtschule Gießen Ost, Georg-Büchner-Schule (Stadtallendorf), Elisabethschule, Gymnasium Philippinum, Montessori-Schule (alle Marburg).

Schülerforschungszentrum Mittelhessen

Das Schülerforschungszentrum Mittelhessen ist eine regionale, schulformunabhängige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit besonderem Interesse an den MINT-Fächern und wird zusätzlich mit zwei vollen Stellen vom Bildungsministerium unterstützt. Es bietet ein zentrales Hauptlabor an der Philipps-Universität Marburg sowie ein Netzwerk dezentraler Satellitenlabore an Schulen der Region und kooperiert eng mit der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der THM. Ziel des SFM ist es, die wissenschaftliche Nachwuchsförderung in der Region nachhaltig zu stärken.